Die Gemeinde Gnadau

Gnadau

Gnadau ist mit Abstand das jüngste Dorf im weiten Umkreis. Erst vor 226 Jahren, am 17. Juni 1767, entstand es auf den Fluren des mehrere hundert Jahre älteren Vorwerkes Döben, als "Gnadenaue" = "Ort der Gnade". Das Vorwerk Döben wird bereits 1356 in den kursächsischen Lehnbriefen erwähnt. Durch seine Gründer, die Herrnhuter Brüdergemeine, einer kleinen evangelischen Freikirche, mit weltweiten Verbindungen, ist Gnadau vielen Menschen in Deutschland und darüber hinaus, ein Begriff. Hier beschulte man von 1910 bis 1944 Schülerinnen aus ganz Deutschland. Nachdem die Gnadauer Unterrichtsanstalten geschlossen wurden, richtete die Brüdergemeine 1951 ein Alten- und Pflegeheim ein. Tradition hat in Gnadau die Kinderbetreuung, die in Trägerschaft der Gnadauer Anstalten erfolgt. Bereits 1860 wurde eine Kleinkinderschule gegründet, der wahrscheinlich älteste Kindergarten des Landkreises. Seit 2002 gibt es eine Grundschule in freier Trägerschaft. Als traditionelles Handwerk ist heute noch die Papierverarbeitung, Druckerei und Buchbinderei in Gnadau zu finden. Wegen seiner vielen schattenspendenden Grünanlagen trägt Gnadau den Beinamen "Parkgemeinde".

Bürgermeister: Herr Dietmar Schrader

Fläche: 3,6 km²

Einwohnerzahl: 530 (Stand: 21.01.2010)

Sehenswürdigkeiten:

  • Gebäudeensemble des Zinzendorfplatzes mit Kirche
  • Denkmalgeschützter Friedhof
  • Gemeindesaal
  • Kirche in Döben

Jahresveranstaltungen:

  • Reitertage im Juli
  • Oldtimer Treffen im September
  • Hosianna Singen und Weihnachtsmarkt im Dezember